Was passiert mit der gespendeten Ware?

 

Wie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen von „LiLu – Secondhand für Kids“ festgelegt, wird eure Ware für eine Saison in der Börse zum Verkauf angeboten. Anschliessend wird sie gespendet. Aber wohin genau? 


Mir ist es sehr wichtig, dass die ja noch sehr gut erhaltenen Kleider, Schuhe und teils auch Spielwaren an einen Ort gelangen, wo sie wirklich gebraucht und geschätzt werden.  

Diesbezüglich durfte ich tolle und inspirierende Frauen kennenlernen. 
Ich habe Rosmarie Sterki und Nathalie Sonnabend getroffen. Zwei Frauen, die mir die Institutionen, für die sie ehrenamtlich oder hauptberuflich arbeiten, vorgestellt haben.
Auch Gabriela Isenring-Siebenmann durfte ich durch LiLu begegnen. Sie stellt ihr Herzensprojekt hier gerne selber vor.


Rosmarie Sterki, wohnhaft in Aeschi, unterstützt „Hoffnungsträger Ost“, ein geistliches internationales Hilfswerk, welches Moldawien und die Ukraine und die dort lebenden Menschen seit Jahren begleitet. Viele Einwohner dort haben keine ausreichende Existenzgrundlage und keine Perspektive. Das Hilfswerk unterstützt direkt und mit diversen Projekten, wie Patenschaften, Gemeindebau, Kinderfreizeiten und eben auch Hilfsgütern.
7 LKW’s pro Jahr – 80 Tonnen Hilfsgüter jährlich – 2100 Kilometer pro Transport.
Kleidung und Schuhe, Spielsachen, Bettwäsche und auch medizinische Geräte werden direkt dorthin geliefert, wo sie wirklich gebraucht werden. Zu Familien, in Kinderheime oder auch an  Missionare, wo sie an die Menschen der jeweiligen Gemeinden verteilt werden. Weitere Informationen findet ihr unter www.ht-ost.ch.
Rosmarie organisiert privat die Sammlung der Ware aus den umliegenden Gemeinden. Der Transport von einem Bananenkarton kostet ca. CHF 5.00. Die Kosten dafür werden von ihr übernommen. Sie erhält dabei finanzielle Unterstützung vom Pfarrkreis Subingen-Aeschi, welcher jährlich einen Adventsbasar organisiert. Mit dem Erlös ist meist ein grosser Teil abgedeckt. Trotzdem werde ich künftig gerne ein Kässeli in der Börse aufstellen, in dem ihr freiwillig einen kleinen Beitrag abgeben dürft.
 

Nathalie Sonnabend arbeitet für das seraphische Liebeswerk in Solothurn. Ein Verein, der auf christlicher Grundlage verschiedene Sozialwerke führt. Diese stehen besonders im Dienst von Kindern, Jugendlichen, Paaren und Familien.
Das SLS führt in Solothurn eine Kleiderbörse, die Menschen aus der Region Solothurn, die mit begrenzten finanziellen Ressourcen leben müssen, unterstützt. Das Angebot reicht von Alltagskleidern und Schuhen für Männer, Frauen und Kinder über Spezialkleidung für Winter und Sommer. Bezugsberechtigt sind Einzelpersonen und Familien, die Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen erhalten, sowie „Working Poor“. Das Klientel benötigt eine Bezugskarte, die in der Regel von sozialen Beratungsstellen ausgestellt wird.
Im Jahr 2023 haben 497 bedürftige Familien die Kleiderbörse genutzt. Diese Familien umfassten 692 Erwachsene und 682 Kinder. Bei der Aufschlüsselung der Besuchenden nach Nationalitäten ist dabei für mich sehr eindrücklich, dass Schweizer Familien, nach Ukrainischen und vor Syrischen, an zweiter Stelle stehen.
Ein weiterer Teil der gespendeten Ware gelangt auch nach Polen, auf die Philippinen und wird an Caritas weitergegeben. Nähere Informationen zu der Kleiderbörse und zum Verein allgemein findet ihr unter www.gem-sls.ch

Von ganzem Herzen ein grosses MERCI

Liebe Kundinnen, liebe Kunden der LiLu Börse

Gerne möchte ich mich und mein Projekt kurz vorstellen.     

Mein Name ist Gabriela Isenring-Siebenmann und ich bin Lehrerin für Kinder mit Migrationshintergrund.

 

Seit drei Jahren habe ich Kontakt mit einer Familie im Armenviertel von Medenine im Süden Tunesiens. In dieser Zeit wurden sie zu meiner zweiten Familie. Als ich sie das erste Mal besuchte, sah ich die viele Armut: Kinder und Erwachsene, welche kaum Kleidung, Essen oder Spielsachen hatten. Behinderte Menschen, die ohne Hilfsmittel leben weil sie keine staatliche Unterstützung erhalten. Das Leben dort ist ganz anders als hier. 

 

In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich helfen möchte und seitdem reise ich zwei bis drei Mal jährlich mit dem Auto voller Hilfsgüter von Niederönz nach Tunesien. Unterstützt werde ich vor allem durch meine Familie, Freunde und Sabrina von LiLu. 
Vor Ort verteilen wir die Sachen und ich bringe sie direkt den Bedürftigen.

 

Ich möchte mich heute von Herzen bedanken für die Unterstützung meines Herzensprojekts in Tunesien, welche ihr mir zukommen lässt.

Als ich dich, Sabrina, bei deiner Eröffnung um Hilfe bat, hast du spontan zugesagt. Seitdem darf ich jeweils Ende der Saison im Frühling u d Herbst Kleider, Spielsachen und andere Kinderartikel mit in meine zweite Heimat nehmen.

 

Wir ermöglichen zudem zwei Kindern mit einer Lernbehinderung die Schulung in einer privaten Sonderschule und unterstützen vor Ort Familien, welche ohne unsere Hilfe nicht überleben könnten. Wir helfen mit Medikamenten, Arztbesuchen und bei Therapien. Zudem unterstützen wir einige Familien mit Hilfe zur Selbsthilfe, d.h. Projekten, um arbeiten zu können. Im Moment finanziere ich dieses Projekt allein und mit einigen Freunden. 

 

Ich bin immer wieder dankbar um Schulrucksäcke, Küchenartikel, Teenagerkleidung (ca.12 bis 18 Jahre) usw. Ihr dürft euch gerne bei mir melden oder wer etwas spenden möchte darf dies per Twint: 078 848 85 89.

 

Mit lieben Grüssen und nochmals von ganzem Herzen DANKE – shukran, Gabriela

Ausserdem unterstütze ich gerne auch Tagesschulen und Kindertagesstätten der Region. Auch hier werden die Artikel sehr geschätzt und gerne gebraucht. 

Ich hoffe, dass ich euch mit diesen Worten einen kleinen Einblick geben konnte, was „die Kleidung wird gespendet“ bedeutet. Und dass ihr mit mir der Meinung seid, dass eure Schätze noch sinnvoll weiterverwendet werden.